2026-02-04

Alte Motive, neuer Blick – auf der Suche nach neuen Perspektiven in einem alten Umfeld.

Auf der Suche nach möglichen Ideen für den Wuppertaler Fotopreis – an dem ich mittlerweile fast schon ritualisiert jedes Jahr teilnehme und trotz großer Ambitionen ebenso regelmäßig kläglich scheitere – lande ich gedanklich immer wieder bei einer ganz einfachen Frage: Wie wirken eigentlich meine alten Fotos heute?

Besonders jene Aufnahmen, die entstanden sind, als ich noch in Wuppertal lebte und dort viel und oft fotografierte. Beim Durchsehen merke ich, dass mich bestimmte Motive nie wirklich losgelassen haben. Spiegelungen zum Beispiel. Ich bin nach wie vor fasziniert von Pfützen, von dem, was sie zeigen – und von dem, was sie verzerren. Diese leicht verschobenen Realitäten. Dazu kommen die ungewöhnlichen Perspektiven, der Blick nach unten, nach oben, schräg dazwischen. Dinge, die man im Vorbeigehen leicht übersieht.

Für 2026 lautet das Thema des Wettbewerbs „Architektur“. Und davon gibt es in Wuppertal bekanntlich reichlich – eine eigenwillige, manchmal raue Mischung aus Alt und Neu. Ein echtes Highlight ist für mich dabei definitiv das Primark-Gebäude am Döppersberg, aber eigentlich der gesamte Döppersberg an sich. Ein Ort im ständigen Wandel, den ich über die Jahre aus zig Perspektiven fotografiert habe. Keines dieser Bilder kann ich allerdings noch einreichen. Die Teilnahmebedingungen sind eindeutig: Die Fotos dürfen maximal ein Jahr alt sein. Diese Aufnahmen stammen aus dem frühen Jahr 2021. Entstanden sind sie alle mit dem Handy, einem Realme XT.

Vielleicht liegt genau darin aber auch eine neue Idee: Diese Motive einfach noch einmal neu zu machen. Zurückzugehen an dieselben Orte, mit dem heutigen Blick, der heutigen Erfahrung – und dann am Ende die sprichwörtliche Qual der Wahl zu haben. Eigentlich habe ich sogar jetzt schon zwei Bilder im Kopf, von denen ich glaube, dass sie gute Chancen hätten. Doch die Frist zur Einreichung ist erst im August 2026. Also mehr als genug Zeit, um meine alte Heimatstadt wieder zu besuchen – und sie immer wieder aufs Neue fotografisch zu erkunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert